Kurzgeschichten
Alpträume?
Feuer.
Überall loderten grelle, heiße Flammen, leckten an den Wänden, am Holz der Eichenmöbel und an den alten, nach Mottenkugeln riechenden Vorhängen und fauchten und zischten, wild und ungezähmte, wie ein zorniges Tier. Dichter schwarzer Rauch stieg wie ein Geist, der dem Feuer entfloh, in den nächtlichen Himmel empor. Eisiger Wind heulte um das Haus, ließ die Bäume wispern und das Feuer noch lauter brüllen.
Im Schlafzimmer, umgeben von Rauch und ungeheurer Hitze lag eine alte Frau mit schlohweißem Haar und einem zerbrechlich wirkenden Körper. Sie schlief friedlich, ohne etwas von dem schrecklichen Brand zu wissen.
Flammen leckten an ihrem Bett, an der Decke, verschlossen die Tür und zehrten von der kühlen Nachtluft, die durch ein offenes Fenster hineinströmte. Erst als die roten Zungen ihr Haar kosteten und es zum Schwelen brachten, schreckte die alte Frau mit einer heiseren Schrei hoch.
Zur gleichen Zeit schlug Amy schweißgebadet und mit wild pochendem Herzen die Augen auf. Draußen tobte ein heftiger Sturm.
Nur ein Traum, redete sie sich ein, es war alles nur ein böser, viel zu real erscheinender, dummer Alptraum.
Amy atmete tief durch und sank seufzend zurück unter ihre Decke. Auf der Uhr neben ihrem Bett leuchtete eine blinkende zwei.
Wunderbar, dachte Amy und vergrub das Gesicht in ihrem Kopfkissen. Doch als sie die Augen schloss, kamen die Flammen zurück, heiß und lodernd, begierig, ihren Hunger zu stillen. Während sie sich unruhig auf die andere Seite wälzte, versuchte sie die unheimlichen Bilder zu verdrängen.
Es war nicht das erste Mal, dass sie dieser Traum heimsuchte. Seit ihre Großmutter von dem neuen Haus schwärmte, in das sie in wenigen Tagen einziehen würde, konnte Amy nachts nicht mehr schlafen, denn das Feuer quälte sie, bis sie aufwachte und dann zitternd im Bett lag ohne erneut einschlafen zu können.
Sie spürte, wie etwas auf ihr Bett sprang, schnurrend, weich und mit wunderschönem Fell, und wie es sich langsam auf ihr Kissen zu bewegte. Es war Jacky, ihre Katze. Müde kraulte sie das schnurrende Tier und vergrub ihren Kopf in dem weichen Fell, um ihre Tränen vor der grausamen Nacht zu verbergen. Was hatte sie getan, um mit so etwas bestraft zu werden?
Sie fand keine Antwort auf diese Frage, doch schließlich gelang es ihr noch einmal einzuschlafen, auch, wenn sie damit riskierte, erneut von dem Feuer überfallen zu werden.
Nacht für Nacht suchten die Flammen sie heim und je näher der Umzug ihrer Großmutter rückte, desto schlimmer wurden Amys Alpträume, bis sie sich schließlich vor dem Zubettgehen fürchtete. Jeden Abend verkrampfte sie sich, brach in Schweiß aus und dachte an das, was geschehen würde, wenn sie die Augen schloss.
Doch nun war der Tag des Umzugs gekommen und Amy lag mit Fieber und fürchterlichen Kopfschmerzen im Bett. Ihre Großmutter war bei ihr zu Hause, um mit ihren Eltern alles für die anstehende Feier organisieren zu können.
Amy war weder wach noch schlief sie, sie sah nur das Feuer, immer wieder, wie es das Haus und ihre Großmutter fraß. Niemand wusste, was sie sah, was sie fühlte und dass der Schweiß nicht vom Fieber, sondern von der Angst kam. Ihre Eltern aßen zwar nur ein Zimmer weiter, aber sie ahnten nicht, dass ihre Tochter dieses Mal nicht krank war – bis ihre Großmutter am Abend in ihr Zimmer kam und die gemurmelten Worte vernahm, die ihre Enkelin unaufhörlich von sich gab: Feuer und – den Namen der Großmutter: Maike! Diese konnte nicht glauben, was sie hörte, wusste nichts damit anzufangen und weckte das Kind schließlich auf.
„Du darfst nicht umziehen, Oma! Nicht heute. Bitte, das darfst du nicht!“
„Was ist denn los, Amy? Was redest du da? Du scheinst wirklich krank zu sein.“
Amy schüttelte heftig den Kopf. „Ich bin nicht krank. Ich habe noch nicht einmal richtiges Fieber!“
Maike lächelte. „Ruh dich aus, Schätzchen. Du fieberst.“ Sie erhob sich und schritt schwerfällig auf die Zimmertür zu.
„NEIN!“ Amys schluchzender Schrei hallte durch das ganze Haus und ihre Großmutter zuckte so erschrocken zusammen, dass ihr Gesicht ganz blass wurde, als sie sich wieder zu ihrer Enkelin umdrehte.
„Bitte, geh nicht. Bleib hier, nur heute Nacht. Nur noch einen einzigen Tag!“
Maike runzelte die faltige Stirn, sowohl skeptisch als auch besorgt. „In Ordnung“, willigte sie ein. „Ein Tag mehr oder weniger, darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an.“
„Danke, Oma.“
Es war die erste Nacht, in der Amy wieder ruhig schlief, ohne von den Flammen zu träumen und ihre Großmutter hatte ihr Versprechen gehalten. Am nächsten Morgen wachte das Mädchen auf, denn es hatte trotz des heftigen Gewitters, das die Nacht über getobt hatte, gut geschlafen. Auch Amys Familie saß schon am Frühstückstisch und hatte den Fernseher eingeschaltet. Ihre Gesichter waren blass und als sie herein kam, blickten sie sie nur an, fassungslos und entsetzt.
„Woher … woher hast du das gewusst, Amy? Woher?“, krächzte ihre Großmutter.
Aber das Mädchen antwortete nicht. Es starrte nur mit weit aufgerissenen Augen auf das Haus, das im Fernsehen gezeigt wurde. Brennend. Es war das Haus, das neue Haus seiner Großmutter, in das ein Blitz eingeschlagen hatte. Und in diesem Moment fragte Amy sich, ob es wirklich nur Alpträume gewesen sind…
Spukschloss
Die Türme der alten Ruine ragten bedrohlich in den nächtlichen Himmel, Fingern gleich, die empor griffen, um auch die letzten Lichter vom Firmament zu reißen, auf dass sich eine vollkommene und undurchdringliche Finsternis über die Erde legen würde, wie ein schwarzer Schlund, der danach trachtet, alles Leben zu verschlingen. Der Mond lugte zaghaft hinter einer vereinzelten Wolke hervor und überflutete die Ebene mit seinem weißlichen Licht. Die Pfützen vom letzten Regen funkelten wie flüssiges Silber, doch die Bäume des Waldes warfen groteske und unheimliche Schatten auf die Lichtung, auf der Molly seit geraumer Zeit stand. Fröstelnd schlug sie den Kragen ihres Mantels hoch und vergrub die Hände in den Taschen. Eine leichte Böe wehte ihr die Haare aus dem Gesicht und ließ die Bäume ein Klagelied singen. Unschlüssig starrte das Mädchen zu den Türmen empor, ließ seinen Blick über die schwarzen Mauern wandern und scharrte nervös mit dem Schuh über den feuchten Boden.
Eine Mutprobe also, dachte Molly grimmig und schüttelte ärgerlich den Kopf.
„’Es ist ganz einfach’ “, äffte sie den Ton ihrer neuen Klassenkameraden nach. „’Klettere einfach in den Turm, schieß einige Beweisfotos und das war’s. Du musst dich nur vor dem Geist in Acht nehmen. In der Ruine spukt es nämlich.’“ Sie lachte verächtlich. „Aber sicher doch. Und ich bin die Eiskönigin vom Nordpol.“
Seufzend kramte sie nach ihrer Taschenlampe, ließ sie aber aus, als ihr Blick auf das „Betreten verboten“ - Schild fiel. Ihre Schritte wurden unsicherer und zögernder, je näher sie der schwarzen, gähnenden Öffnung kam, die einmal ein Tor gewesen war. Jetzt wirkte sie wie das Maul eines hungrigen Drachens.
Ruine war eigentlich das falsche Wort, aber ein besseres gab es für diesen Haufen Steine, der früher einmal ein Gebäude gewesen war, auch nicht. Man erzählt sich, dass es eine Burg war, doch dafür war selbst diese Ruine zu klein. Die Türme standen relativ dicht beieinander, zu nah für eine Burg oder ein Schloss. Es erinnerte mehr an einen zu groß geratenen Schuppen aus Stein, an den man aus einer Laune heraus Türme gebaut hatte. Molly wusste nicht, was sie von dem Gebäude halten sollte, an die Spukgeschichten glaubte sie jedenfalls nicht. Einfach lächerlich, dass dort ein ruheloser Geist herumspuken sollte.
Mit entschlossenem Gesichtsausdruck trat sie durch die Öffnung und hielt unwillkürlich die Luft an, als sich die Dunkelheit wie ein Mantel über ihr ausbreitete. Durch ein Loch in der Decke konnte die den Mond entdecken, doch sein milchiges Licht drang nicht bis zu ihr vor. Nur wage konnte sie die verkohlten Dachbalken über ihr erkennen und einen Moment lang glaubte sie, das Feuer zu riechen. Ihr Herz begann schneller zu schlagen, als ihr lieb war und die Hand, die noch immer die ausgeschaltete Taschenlampe hielt, zitterte.
Reiß dich zusammen, wies sie sich zurecht. Gespenster, so ein Schwachsinn.
Seufzend blieb sie vor einem Gebilde, das einmal eine Treppe gewesen war, stehen und blickte sich unschlüssig um. Wollte sie wirklich in den Turm gelangen, musste sie klettern, also packte sie die Taschenlampe, die sie ohnehin nicht brauchte, in ihre Jackentasche, und stieg zögernd die ersten Stufen empor, bevor sie vor einer Kluft zwischen zwei Absätzen stehen blieb. Unentschlossen schätze sie die Entfernung und setzte gerade dazu an, zu springen, als ihr klar wurde, was sie da eigentlich tat.
„Lächerlich!“, zischte sie. „Wegen einem dämlichen Foto breche ich mir doch nicht den Hals.“ Wütend drehte sie sich um und sprang die paar Stufen nach unten. Als sie sich wieder aufrichtete, hatte sie plötzlich das Gefühl, als stünde jemand hinter ihr und die Härchen in ihrem Nacken sträubten sich. Unendlich langsam drehte sie sich zur Treppe um und prallte erschrocken zurück, als sie in das Gesicht eines fremden jungen Mannes blickte.
„Es tut mir Leid, Sir, ich wollte hier nicht einbrechen, wirklich nicht. Ich – “ Sie hielt inne und wich so weit zurück, bis sie mit dem Rücken gegen das alte Gemäuer stieß. „Was ist mit Ihrem Gesicht?“ Erst jetzt viel Molly auf, dass alles an dem Mann seltsam durchsichtig wirkte und sie hatte das seltsame Gefühl, dass sie durch ihn durchgreifen könnte, wenn sie die Hand ausstreckte.
„Was soll damit sein?“ Die Stimme des jungen Mannes klang erstaunlich kräftig und warm und er starrte sie verwirrt an.
„Sehen Sie immer so … durchsichtig aus?“
„So weit ich weiß, ja.“
Molly holte tief Luft und kniff die Augen zusammen. Als sie sie wieder aufriss, stand der Mann noch immer dort. „Schön. Ich bin also verrückt. Einfach großartig.“
Der Mann legte den Kopf schief und blickte sie fragend an.
„Verschwinden Sie!“, rief das Mädchen. „Hauen Sie ab, Sie sind doch gar nicht echt!“
„Und was bin ich dann? Wenn ich nicht echt bin?“
„Ein Produkt meiner Fantasie, nichts weiter“, erwiderte Molly.
„Wie kommst du darauf?“
„Weil es keine Geister gibt, ganz einfach. Und jetzt verschwinden Sie aus meinem Kopf, ich hab schon genug Probleme!“
Der Mann lächelte und machte einen Schritt auf sie zu, wobei er seine Füße nicht zu bewegen brauchte – er schwebte einfach in ihre Richtung. Molly holte hektisch ihre Taschenlampe hervor und richtete sie drohend auf ihn. „Keinen Schritt weiter!“, rief sie, als hielte sie eine Waffe in der Hand. Doch sie wusste, dass sie eine Chance hätte, zu entkommen, wenn sie den Fremden blenden konnte. „Ich sagte, Stopp!“ In dem Moment, in dem sie die Lampe anknipste, war er verschwunden, von einem Moment auf den anderen, und Molly stand unschlüssig an der Wand, die Augen vor Verblüffung weit aufgerissen.
Wo ist er hin? Verdammt, wo ist er nur hin?
Ohne noch länger zu zögern, wirbelte sie herum und rannte los, raus aus der Ruine, vorbei an dem „Betreten verboten“ – Schild und auf den Wald zu. Wasser spritzte auf, als sie durch eine Pfütze lief und ehe sie wusste, wie ihr geschah, verlor sie den Boden unter den Füßen und stürzte der Länge nach in das kalte, dreckige Wasser. Keuchend rappelte sie sich hoch, warf einen Blick über die Schulter und seufzte erleichtert, als sie den Mann nirgendwo entdecken konnte. Sie atmete tief durch, drehte sich um – und schrie so laut auf, dass die Vögel des Waldes aufgescheucht in den nächtlichen Himmel empor flatterten.
„Wie … wie … wie sind Sie so schnell…? Wer sind Sie? Was wollen Sie?“
Der Geist schwebte sachte vor ihr und lächelte sie traurig an. „Du bist die erste, die mit mir spricht, weißt du das?“
„Sie haben meine Fragen nicht beantwortet. Wer sind Sie?“
„Mein Name ist unwichtig und was ich will, hat noch nie jemanden interessiert. Viel mehr frage ich mich, was dich hierher treibt…?“
„Ich denke nicht, dass Sie das etwas angeht.“
„Eine Mutprobe, habe ich Recht? Du solltest in den Turm steigen und ein Beweisfoto schießen. Vermutlich bist du erst vor kurzem hierher gezogen. Nicht wahr?“
„Woher…?“
„Weißt du, du bist nicht die erste, die deswegen herkam. Es ist eine alte Tradition an deiner neuen Schule und wie ich sehe, haben sie bei dir keine Ausnahme gemacht. Wie gesagt, du bist die erste, die nicht sofort wegläuft.“
„Sie sind also ein Geist“, sagte Molly und runzelte die Stirn. „Warum?“
„Ich weiß nicht. Wahrscheinlich habe ich hier noch etwas zu erledigen.“
„Was soll das sein?“
„Glaub mir, Mädchen, wenn ich das wüsste, wäre ich nicht mehr hier.“ Der junge Mann senkte betrübt seinen durchsichtigen Kopf und starrte in die Leere.
Molly seufzte und straffte schließlich die Schultern. „Ich bin Molly“, sagte sie.
Als sie am nächsten Tag in der Schule saß, spürte sie die neugierigen Blicke ihrer Mitschüler auf sich ruhen und vergrub das Gesicht in ihrem Buch, um das Grinsen zu verbergen, das sich auf ihre Lippen stahl. Verstohlen blickte sie auf die Uhr und zählte ungeduldig die Sekunden, bis die Stunde vorbei war. Pünktlich zum Klingen sprang sie auf, raffte ihre Sachen zusammen und stürmte aus dem Raum, die Blicke der anderen ignorierend. Zielstrebig stieß sie die Tür der Mädchentoilette auf und lächelte, als sie dort den Geist der Ruine erblickte.
„Ist dir kein besserer Ort eingefallen?“, murrte er und verzog das Gesicht.
Molly schüttelte grinsend den Kopf. „Das ist der einzige, an dem man mit sich selbst reden kann, ohne für verrückt gehalten zu werden. Kann es losgehen?“
Nun lächelte auch er. „Sicher.“
In der nächsten Stunde setzte sich Molly wie gewohnt auf ihren Platz und starrte an die Wand. Wie sie es erwartet hatte, kamen Claire und ihre Clique – die Mädchen, die sie zu der Mutprobe überredet hatten – als erstes an ihren Tisch und blickten sie abwartend an. Die anderen Schüler waren noch nicht da. „Und? Hast du die Bilder?“
Molly schüttelte den Kopf.
„Nein?“
„Nein.“
„Oh.“ Claire zog eine Augenbraue in die Höhe. „Dann tut’s mir Leid Molly, aber in unsere Clique kommt nur, wer ein Beweisfoto mitbringt.“
„Ich weiß.“
„Was ist passiert? Hast du etwa den Geist getroffen?“ Ihr spöttisches Lachen erfüllte die Luft.
„Ja“, erwiderte Molly und legte ein ängstliches Zittern ihre Stimme, während sie tat, als erschaudere sie. „Es war furchtbar. Ihr glaubt gar nicht, wie unheimlich es dort war!“
„Du spinnst doch“, erwiderte Claire und verzog verächtlich das Gesicht. „Es gibt keine Geister klar?“ In dem Moment fuhr ein Windstoß durch die Klasse, fegte einige Blätter von den Tischen und trug ein unheimliches Heulen mit sich, obwohl die Fenster geschlossen waren. Die Kreide erhob sich wie von Geisterhand in die Luft und schrieb scheußlich kreischend etwas an die Tafel. Nach und nach formte sie die Worte:
Hallo Claire
Das blonde Mädchen zuckte zusammen, als es ihren Namen las und starrte entsetzt auf die Tafel. „Was?“
Nun drehten sich auch die anderen beiden um, doch die Buchstaben waren verschwunden.
„Was ist los, Claire?“, fragte Molly und blinzelte unschuldig.
„Hast du das etwa nicht gesehen? Du musst es gesehen haben!“, rief die Blonde.
„Nein, was denn?“, meinte nun auch Sue, eine von Claires Freundinnen.
Schicke nie wieder jemanden zu den Ruinen, sonst…
schrieb die Kreide wieder, in dem Augenblick, in dem nur Claire auf die Tafel starrte und verschwand genauso rasch wieder, wie es gekommen war.
„Ich verschwinde“, japste sie und stürmte, gefolgt von ihren Freundinnen, aus dem Zimmer, vorbei an den anderen Schülern, die soeben die Klasse betraten und ihr verwirrt hinterher starrten.
Molly prustete los und wischte sich eine Lachträne aus den Augen. Als sie wieder Luft bekam, grinste sie den Geist an, der vor ihr auf dem Tisch saß.
„Ich denke, die wird nie wieder jemanden zu der Ruine schicken“, kicherte sie.
„Und ich glaube, ich weiß jetzt endlich, warum ich noch hier bin. Ich sollte dir, oder besser, jemandem wie dir helfen, es Claire einmal richtig heimzuzahlen. Ich habe herausgefunden, dass ihre Vorfahren Schuld gewesen waren, dass damals mein Haus abgebrannt ist und ich alles verloren habe, was mir wichtig war. Anscheinend konnte ich es ihnen nie wirklich verzeihen, auch, wenn ich eigentlich nicht wusste, dass sie es waren. Vermutlich hat mich mein Rachegefühl hier behalten.“ Er zuckte mit den Schultern und lächelte dann.“ Danke, Molly. Ohne dich, wäre ich nie darauf gekommen.“
„Gern geschehen“, erwiderte das Mädchen und lächelte zum Abschied, während der Geist sich vor ihren Augen in Nichts auflöste.
